Heute Vormittag stiegen wir in Hue in den Zug in Richtung Ho Chi Minh (Süden). Das Lösen der Tickets gestaltete sich nicht ganz einfach.
Nach mehreren Versuchen mit unseren diversen Kreditkarten auf der Webseite des Anbieters gaben wir auf. Die letzte Hoffnung, vor dem Besuch des Bahnhofs, war die Hostel-Besitzerin. Unkompliziert besorgte sie uns die Tickets, welche sie uns kurze Zeit später bereits aushändigte. Aufgrund der knappen Platzauswahl, konnten wir leider keine Sitze mehr auf der Seite des Meeres reservieren.

Neben vielen anderen Passagieren nahmen wir wenig später Platz auf den «Soft-Seats» (so hiess unsere Klasse). Da alle zuviel Gepäck dabei hatten, waren wir gezwungen, einen Rucksack auf die Kopfstützen, den anderen auf den Boden vor unseren Füssen zu packen. Unser Wagen war, wie der Rest des Zuges, vollständig ausgebucht. Kurze Zeit nach der Abfahrt, nach dem ersten Blick in Richtung Meer, wurde uns bewusst, dass wir doch Plätze auf der dem Meer zugewandten Seite hatten. Glück im Unglück: Wahrscheinlich wurde der Zug verkehrt angehängt oder so.

Dank diesem Missgeschick geniessen wir die traumhafte Aussicht auf das offene Meer. Ein Vietnamese nebenan fragt uns gar, wie wir nur an diese Sitze gekommen sind. Er unterhält uns während der Fahrt mit Erläuterungen zur Umgebung, zum Pass, zu Da Nang und vielem mehr.

Ab Da Nang nehmen wir einen bereits gebuchten Bus in Richtung Hoi An. Nach einem Marsch quer durch die Stadt und einer kleinen Stärkung in einem Restaurant neben dem Touristenbüro besteigen wir den Bus. Der Bus brachte uns relativ nahe an unser neues Hostel. Bis jetzt haben wir nur eine Nacht gebucht. Wir schauen, wie es weitergeht.


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