Kaum hielt unser Shuttle-Bus im Zentrum von Sa Pa, befanden wir uns schon inmitten der sogenannten Hmong-Frauen. Sie sind Teil einer der vielen hier ansässigen ethnischen Minderheiten.
Aufgewachsen sind viele der Frauen in den naheliegenden Berggebieten. Aufgrund des boomenden Tourismus hier, haben sich daher einige auf Trekking-Touren spezialisiert. Die Kirche in Dorfzentrum bildet ihr Lager, genau da treffen praktischerweise auch alle Busse ein.

Wir blieben natürlich auch nicht verschont. Da wir noch keine genauen Pläne hatten, liessen wir uns auf ein Gespräch ein. Die beiden Damen waren sehr freundlich und interessiert. Aber nachdem wir uns dann verabschiedeten, da wir zunächst etwas schlafen wollten, liefen sie uns einfach hinterher. Wir versicherten ihr dann, dass wir sie anrufen, falls wir wirklich etwas bei ihr buchen wollten. Sie gab uns ihre Nummer und wir konnten alleine und ungestört unser Hotel suchen.
Trotz der sehr frühen Ankunft, um sieben Uhr morgens, konnten wir bereits einchecken. Wir waren sichtlich froh über das saubere Zimmer und das bequeme Bett. Wir gönnten uns ein paar Stunden Schlaf, für heute war nicht viel geplant.


Nach der kurzen Pause assen wir in einem Restaurant in der Nähe des Sees unser Mittagessen. Vor dem Bezahlen stellten wir dann fest, dass die beiden Hmong-Frauen von vor ein paar Stunden bereits auf uns warteten. Sie hatten uns in der Stadt wohl aufgespürt und wollten uns abpassen. Nach mehrmaligen bestimmten Neins wurden wir dann aber schlussendlich doch in Ruhe gelassen.

Die Stadt Sa Pa war ursprünglich ein kleines Bergdorf. Schon zur Zeit der Franzosen war die Gegend sehr geschätzt. Es wurde gar ein eigenes Sanatorium eingerichtet. Leider ist von den alten Gebäuden das Meiste im Krieg zerstört worden. Vom ursprünglichen Bergdorf-Flair und der Gelassenheit ist nicht mehr viel übrig. Die Stadt pulsiert, beherbergt mehrere Märkte, hat unzählige Restaurants und Hotels.

In der Berglandschaft rund im Sa Pa leben unzählige ethnische Minderheiten. Viele davon verkaufen am Markt ihre Handwerkskunst und Stickereien. Beim Spaziergang durch die Stadt begegnen wir vielen Frauen mit wunderbar geschmückten Kleidern. Glücklicherweise sind nicht alle so motivierte Verkäuferinnen wie diejenigen am Morgen. Wir besuchen das kostenlose Museum im Zentrum. Dort gibt es viel über die verschiedenen Völker zu lernen. Zum Beispiel: Berühre nie den Kopf eines Kindes, denn dort sitzt seine Seele. Wird der Kopf berührt, zerbricht die Seele und flieht.

Schlussendlich haben wir uns nun für eine Tour einer hier ansässigen kleinen Firma entschieden. Das Ziel wären die Reis-Terassen. Bestenfalls sind wir in einer Gruppe von etwa sechs Personen in den Bergen unterwegs und geniessen die Landschaft.


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