Heute morgen sind wir in Ubud angekommen. Schon bei der Einfahrt in die Stadt wurden wir mit einer der Hauptattraktionen konfrontiert: «Caution – Monkey Crossing – Take Care Your Stuff» prangert auf einem Schild am Dorfeingang.


Nach dem Einchecken stellten wir uns den Affen, besuchten den «Monkey Forest». Aufmerksam lasen wir die Warnschilder am Eingang:
- Man darf den Affen niemals in die Augen sehen,
- sie nicht füttern,
- nicht berühren,
- bloss kein Auge von den Wertsachen lassen (sonst werden sie gestohlen),
- kein Essen offen tragen (andernfalls sehen es die Affen und kommen es holen, notfalls mit Gewalt)
- und darf erst recht nicht panisch herumschreien (wenn die Affen einen berühren oder an einem hochklettern wollen).
Wir bekamen es ein wenig mit der Angst zu tun oder hatten zumindest sehr grossen Respekt vor den Tieren. Leider gab es unter den Besuchern auch Ausnahmen. Einige liessen es sich nicht entgehen, sich den Regeln zu widersetzen. Die Affen rächten sich mit aggressiven Lauten oder gar Handgreiflichkeiten (zu Recht). Wir blieben anständig und wurden demnach auch verschont, konnten den Park unversehrt verlassen. 🙂


Nach dem Mittagessen erkundeten wir die Stadt weiter auf eigene Faust. Entlang der Hauptstrasse liegen viele Restaurants und Geschäfte. Ubud ist auch bekannt für die Kultur. Praktisch an jeder Ecke gibt es kleine Tempel. Einer der grösseren haben wir besucht. Skurril: Gleich auf dem Tempelgelände befindet sich auch eine Starbucks-Filiale.

Für den Abend hatten wir uns Tickets für eine Tanzdarbietung in einem weiteren Tempel gekauft. Die Verkäuferin erzählte uns, dass es etwas tranditionell-balinesisches sei, Feuer im Einsatz wäre und gesungen würde. Wir waren neugierig, was uns erwartete.

Kurz nach dem Sonnenuntergang wurden in der Mitte des Geländes diverse Kerzen entzündet. Wenig später schritten unzählige Männer auf den Platz. Sie begannen mit ihrem Gesang. Es erinnerte entfernt an eine Art Kanon. Gruppenweise wurden unterschiedliche Laute von sich gegeben, welche in der Ganzheit ein riesiges Stereobild ergaben. Es klang sehr beindruckend.

Bald darauf stossen erste Tänzerinnen hinzu. Alle beide trugen prächtige Gewänder und boten eine sehr ausgefallene Mimik dar. Die Vorführung nutzte den Tempel im Kerzenschein und mit Mondlicht als ideale Kulisse.

Je länger die Vorführung dauerte, umso mehr entwickelte sie sich zu einer Art Theater. Trotz der Sprachbarriere konnten wir zumindest erahnen, welche Figuren auf der guten beziehungsweise schlechten Seite standen.

Ganz zum Schluss folgte der Höhepunkt der Show. Ein älterer Herr, verkleidet als etwas Pferd-ähnliches, begann zunächst ebenfalls zu tanzen, bevor er dann ohne zu zögern durch das Feuer lief. Das Schauspiel dauerte solange, bis das kleine Feuer praktisch erloschen war. Der Mann war anschliessend sichtlich erschöpft von den Strapazen.

Morgen geht es für uns weiter Richtung Norden. Wir nehmen einen Bus in die Küstenstadt Lovina. Dort planen wir ein weiteres mal das Meer zu geniessen.

1 Kommentar zu “Tempel und Affen soweit das Auge reicht”