Nach einem gezwungenen Hostel-Wechsel entschieden wir uns heute dazu, eine geführte Tour zu den Cu Chi Tunnels zu buchen. Wir fanden glücklicherweise noch Platz in der Nachmittagsgruppe, bestehend aus einer Horde junger Engländer.
Wir freundeten uns schnell an, denn auch sie verstanden im Büro des Veranstalters nur Bahnhof. Wie wir aber mittlerweile wissen, ist das ganz normal und gehört zum Alltag.

Mit circa 40 Minuten Verspätung traf der Bus ein und fuhr sogleich los. Dank dem unterhaltsamen Tour-Guide, welcher eigentlich Vietnamese ist aber doch gleichzeitig noch bei den US-Marines diente, so im Vietnamkrieg gegen seine eigenen Leute kämpfte, war die Fahrt entsprechend kurzweilig.

Bei den Tunnels gab es eine kleine Ausstellung mit diversen Exponaten aus dem Krieg. Diese bestand grösstenteils aus Furcht erregenden Fallen, welche dazu dienten die Hunde der GIs oder gleich diese selbst zu fangen / verletzen / töten. Messerscharfe Bambusspitzen bohrten sich ins Fleisch der Opfer. Weiter gab es in der Ausstellung auch die Möglichkeit mit Waffen aus der Zeit zu schiessen. Die Auswahl reichte vom AK-47 bis hin zu Kaliber .50 Maschinengewehren – nichts für uns. Der Höhepunkt war ganz klar die Durchquerung eines Tunnels. Die Höhe reichte war meistens im Bereich von einem Meter, in einzelnen Abschnitten bewegten wir uns gar auf allen Vieren.


Nach dem Abschluss bestiegen wir alle den Bus und machten uns auf dem Heimweg. Nach zahlreichen Gesangseinlagen des Guides holten wir etwas Schlaf nach und freuten uns auf unser Bett und etwas Ruhe von der Grossstadt.




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