TiTi, der sympathischste «Easy Rider», wartet um 08:30 Uhr mit einem Chauffeur im Geländewagen vor unserem Hostel. Wir waren überrascht über den reibungslosen Ablauf.

Die erste Station war eine wunderbare Pagode ein bisschen ausserhalb von Da Lat. Wir haben schon diverse Tempel besichtigt, dieser war aber klar der schönste.

Ein kurze Strecke weiter bestaunten wir die Aussicht über die Hügel und Felder. Nebenbei erzählte uns TiTi diverse Geschichten über Da Lat oder aus seinem Leben. In Da Lat wurde die Landwirtschaft durch den Kommunismus anfänglich stark gefördert. Die Bauern profitierten von Sonderkonditionen, beispielsweise konnten sie kostenlos Pflanzen beziehen und bekamen Land zugesprochen. Jahrzehnte später hat sich die Landwirtschaft enorm weiterentwickelt, wurde effizienter. Die damals armen Bauern sind nun die Millionäre mit den grossen (Kaffee- / Reis- / Pilz- / Früchte-) Villen erzählt uns TiTi.


Nun ging es weiter in Richtung der Kaffee-Farmen. Einerseits informierte uns TiTi über den Anbau, gleichzeitig aber auch über die Weiterverarbeitung und die Röstung der Kaffeebohnen. Eine Spezialität aus Da Lat stellt der sogenannte Wiesel-Kaffee dar: Geerntete, ungeschälte Kaffeebohnen werden an Wiesel verfüttert. Die Bohnen absolvieren den Weg durch den Verdauungstrakt und werden schlussendlich über den Kot ausgeschieden. Danach werden die Bohnen wiederum gesammelt, gereinigt und geröstet. Während der Verdauung setzt der Prozess der Fermentation ein, welcher dem Kaffee eine süssliche Note verleiht.

Anschliessend besichtigten wir eine Reiswein-Manufaktur. TiTi erklärte uns die Herstellung bis ins Detail. Speziell für uns: Oftmals werden Kobras, oder wie oben auch Leguane über Jahre in Ethanol eingelegt. 10 Jahre später kann man dann diesen Schnaps trinken. Dies sorgt laut TiTi für diverse positive Nebeneffekte wie beispielsweise Gesundheit allgemein oder Potenzsteigerung.



Ein Highlight der Tour war der Besuch in einer Seidenfabrik. Von der Raupe bis zum fertigen Schal oder Kleid konnten wir alle Schritte genau verfolgen. Unglaublich, wie schnell die Arbeiterinnen in der Produktion sind.


Der erste Wasserfall auf unserer Tour nennt sich Elefantenwasserfall. Das Bild sagt nur wenig über die örtliche Situation aus. Der Weg zum Wasserfall war eine halbe Kletterpartie über Leitern, Brücken und Gesteinslücken. TiTi führte uns gezielt an allen anderen Touristen vorbei zu den Aussichtspunkten. Oberhalb der Wasserfälle befand sich ein weiterer Tempel, uns gefiel besonders der riesige, lachende Buddha.



Vorbei an den ersten Reisfeldern (viele mehr folgen im Norden) ging es zu den zweiten Wasserfällen. Die Pangour-Wasserfälle sind weniger action-geladen, dafür umso schöner. Die Szenerie war traumhaft. Da sie sich etwas weiter weg von grossen Städten befinden, gab es viel weniger Touristen.


Der Abschluss der Tour bildete ein Besuch eines Dorfes einer ethnischen Minderheit. Es befindet sich ziemlich nahe an grossen Städten und der Hauptstrasse. Trotzdem unterscheidet sich das Leben dort enorm. Teilweise scheint die Zeit ein bisschen langsamer zu laufen. Die Leute haben ihre Zufriedenheit ohne viele Spielereien der heutigen Gesellschaft gefunden.

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