Da in Hoi An die meisten Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen, konnten wir heute alles selbstständig zu Fuss erkunden. Unser Hotel befindet sich nur wenige Gehminuten vom Rand der Altstadt entfernt.
Und genau da, in der Altstadt, findet man fast alles Sehenswerte.

Ein Teil der Altstadt ist, zumindest zeitweise, für die Motorroller gesperrt. Dies lädt zum Schlendern und Verweilen ein. Natürlich kommen wir trotzdem zu unserer täglichen Dosis Chaos und Gehupe. Auf dem Weg vom Hotel zum Eingang in die Altstadt müssen wir doch etwa zwei Kreuzungen überqueren. 😉

Die Stadt bietet ein Kombi-Ticket für den Besuch von fünf der unzähligen Sehenswürdigkeiten an. Darunter sind Tempel, Versammlungshallen, musikalische / tänzerische Darbietungen, Museen und vieles mehr. Wir entschieden relativ spontan, was wir besuchten.

Ein altes, traditionell-vietnamesisches Haus entpuppte sich allerdings als Bauernfängerei: Von Aussen sah es ziemlich cool aus – ein schönes Haus aus dunklem Holz mit schönen Schnitzereien. Wir gaben am Eingang eines unserer Tickets ab. Kaum über die Schwelle getreten, war schnell klar, dass es sich lediglich um einen Souvenir-Shop handelte – mit Eintritt! Auf dem alten Bett wurden kurzerhand Seidenmalereien zum Verkauf ausgestellt.

Wir liessen uns die Chance nicht entgehen und besuchten eine Darbietung mit Tänzern und Musikanten. Witzig war, dass die Musiker gar einen Walzer mit ihren traditionellen Instrumenten spielten. Das schien uns nicht sonderlich vietnamesisch. Die Tänzerinnen passten uns da schon mehr ins Bild.

Laut Reiseführer ein Höhepunkt stellt die überdachte japanische Brücke dar. Alleine das Betreten ist bereits kostenpflichtig. Die Brücke war leider total überlaufen und der Fluss ähnelt einer Kloake. Von weiter weg erstrahlt die Brücke aber in ihrer vollen Pracht.

Am Abend schlenderten wir noch ein wenig durch die Altstadt. Auf dem Fluss schwammen überall kleine Laternen und auch Boote waren unterwegs.

Fazit: Hoi An ist eine wunderschöne Stadt mit grossem kulinarischem und kulturellem Flair. Die Unesco hat – wenig überraschend – einen grossen Teil zum Weltkulturerbe erklärt. Dies lockt unzählige Touristen an – nicht zuletzt auch uns. Und wie es uns ein eingeheirateter Belgier heute zutreffend sagte: Die Vietnamesen wissen den Kommerz zu nutzen.

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