vollbeladenes Transportschiff

Cat Ba am Rande des Taifuns

Die letzte Nacht war anstrengend. Mit dem Nachtbus sind wir von Sa Pa nach Halong gereist. Den Nachtbus hat uns dasselbe Büro organisiert, welches auch für die gestrige Tour verantwortlich war.

Der Bus war aber im Gegensatz zur Tour eine Enttäuschung: äusserst schmuddelig, alles verdreckt und muffelig. Der Fahrer verhielt sich ziemlich unfreundlich, interessierte sich nicht die Bohne für ausländische Passagiere und sprach auch kein Wort Englisch.

Die Fahrt dauerte etwa zehn Stunden, wobei die Halong-Bucht eigentlich in sieben Stunden zu erreichen wäre. Nach Lust und Laune schien der Fahrer anzuhalten, Leute auf- oder abzuladen oder einfach generell eine Pause einzulegen. Kurz vor unserem Ziel, der Halong-Bucht, fuhr er auf einen Parkplatz, die Lichter gingen aus, er legte sich im Zwischengang nieder – gute Nacht. Vier Stunden später kamen wir nach knapp zwanzig weiteren Minuten Fahrt an unserem Ziel an.

Aussicht vom Fährenterminal

Ein Taxi beförderte uns dann weiter zum Fährenterminal. Dort erklärte uns ein Mann mit Gestik und der lokalen Wettersendung, dass die Fähre aufgrund des schlechten Wetters erst später fahren wird. Nach der unruhigen Nacht setzten wir uns erstmal in den Wartebereich. Circa eine halbe Stunde später hiess es dann, dass heute gar keine Fähre mehr zur Insel Cat Ba fahren wird. Die einzige Alternative sei die Fahrt mit einem kostspieligen Speedboat. Die Entscheidung fiel uns nicht ganz leicht. Wir berieten uns mit den beiden Franzosen, welche ebenfalls von Sa Pa her mit uns angereist sind.

Warten auf die Fähre
Warten auf die Fähre

Gemäss Wetterbericht nahte ein grosses Unwetter – ein vorbeiziehender Taifun. Unschlüssig sassen wir da und dann hiess es plötzlich, die Fähre komme nun doch. Es konnte also weitergehen.

Fahrt aufgenommen
Fahrt aufgenommen

Die Fahrt zur Insel Cat Ba, der grössten in der Halong-Bucht, war trotz Regen wunderschön. Die Szenerie der Bucht ist überwältigend. Rund um uns herum ragen riesige Felsen aus dem Meer. Einige davon sind voll bewachsen, andere nur teilweise.

Blick auf die Inseln
Blick auf die Inseln

Selbstverständlich sind wir nicht die einzigen hier. Die Landschaft lockt viele andere Leute an. Folglich sind auch zahlreiche Boote unterwegs.

Die Fahrt, knapp vorbei an vielen der Felseninseln, dauerte in etwa eine Stunde. Vom Norden der Insel ging es mit einem Taxi weiter in den Süden nach Cat Ba Town. Die Insel Cat Ba besteht hauptsächlich aus Wald. Ein grosser Teil gehört zu einem Nationalpark.

Felsen im Wasser
Felsen im Wasser

Die Stadt selbst ist relativ überschaubar. Es gibt eine kleine Promenade und viele kleine Restaurants praktisch direkt am Meer. Leider ist die Sicht aufgrund des anhaltenden, starken Regens etwas getrübt. Dennoch beeindruckt die Landschaft uns auch so sehr.

Schmale Passage

Am Abend hat der vorbeiziehende Taifun die Stadt im Griff. Es regnet in Strömen. Wir hoffen, dass sich das Wetter in den nächsten Tagen beruhigt.

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